Internationaler Workshop zu Blutkontrollen
Rund 15 Vertreterinnen und Vertreter von nationalen Anti-Doping-Agenturen aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz diskutierten mit Experten des Schweizer Doping-Analysenlabors LAD und des Kontroll-Kit-Herstellers Berlinger AG am 19. und 20. Juli in Ittigen über best mögliche Verfahren und Abläufe von Blutkontrollen. Zur Sicherung der Qualität wurden die Verfahren, Abläufe und Materialien zur Blutkontrolle überprüft. Im Zentrum standen Planung und Durchführung von Blutkontrollen, Transport und Analyse der Proben sowie die Interpretation der Blutprofile. Die Schwimmerin Martina van Berkel und die Triathletin Sibylle Matter sowie eine Blutkontrolleurin von Antidoping Schweiz brachten in einem Rundtisch-Gespräch ihre Erfahrungen und Erwartungen in die Expertenrunde ein. Mit diesem internationalen Gedanken- und Erfahrungsaustausch ist die Einführungsphase für Blutkontrollen in der Schweiz abgeschlossen.
Atelier international: contrôles sanguins
Une quinzaine de représentants d’agences nationales antidopage de la France, d'Allemagne, d'Autriche, de Luxembourg et de la Suisse, de spécialistes du Laboratoire suisse d’analyse du dopage de Lausanne (LAD) et de représentants du fabricant des kits de contrôle Berlinger ont confronté à l’occasion de cet atelier du 19 et 20 juillet à Ittigen leurs points de vue et leurs expériences à propos des différentes aspects des contrôles sanguins. Il y été question de planification et d’organisation des contrôles, de transport et d’analyse des échantillons, mais aussi d’interprétation des profils sanguins. Pour assurer une qualité optimale, les processus, les méthodes et le matériel de contrôle sanguin étaient discuté. A l’occasion d’une table ronde, la nageuse Martina van Berkel, la triathlète Sibylle Matter, ainsi qu’une contrôleuse sanguine d'Antidoping Suisse, ont partagé leurs expériences et leurs attentes avec les spécialistes présents. Avec cet échange de vue, la phase d'introduction des contrôles sanguins se termine en Suisse.
28. Juli 2010, M. Kamber
 
"Wenn der saubere Sportler eine Chance hat, dann haben wir gewonnen" (Prof. York Olaf Schumacher)
Quantensprung in der Dopingbekämpfung
SF TV Sportlounge 7.Dezember 2009
Die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin aller Zeiten, die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, wird definitiv gesperrt. Erstmals hat das oberste Sportgericht in Lausanne eine Athletin verurteilt, die nie positiv auf Doping getestet worden ist, sondern «nur» ein auffälliges Blutbild aufwies.
Viele sagen: Das ist ein wichtiger Sieg für den Kampf gegen Doping. Die Chance, Doper überführen zu können, ist gestiegen.
Sind regelmässige Blutproben, zusammengefasst in einem Blutpass, der Durchbruch in der Dopingbekämpfung? Gibt’s bald nur noch saubere Athletinnen und Athleten?
Noch lauern Hindernisse: Blutpässe müssen in den meisten Verbänden erst eingeführt werden, Verurteilungen ohne Dopingnachweis lassen weiterhin viel Spielraum für juristische Interpretationen, und überall fehlt das Geld.
In der Sportlounge diskutierten:
Yorck Olaf Schumacher, Professor an der Universitätsklinik in Freiburg und Mitarbeiter im Anti-Doping-Labor Lausanne.
Corinne Schmidhauser, Juristin, Präsidentin von Antidoping Schweiz und ehemalige Spitzen-Skifahrerin.
Flori Lang, Spitzenschwimmer, seit kurzem mit Blutpass.
Die ganze Sendung im online Videostream |